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Die Entwicklung Ergoldings bis zum 20. Jahrhundert

In Ergolding gibt es um die Mitte des 15. Jahrhunderts ungefähr 100 Anwesen. Nur wenige von ihnen bewirtschaften 100 oder mehr Tagwerk Grund. Wie die Aufteilung des Großhofes und seine weiteren Unterteilungen in unserem Dorf im einzelnen vor sich gegangen ist, darüber liegen kaum Angaben vor. Die Anzahl und Größe der Höfe hat sich dann bis zur Abschaffung der Grundherrschaft im Jahre 1848 nicht mehr wesentlich geändert. Auch in der Folgezeit bis zur Mitte unseres Jahrhunderts blieb - von einigen großen Höfen, die zertrümmert wurden abgesehen - im großen und ganzen alles beim Alten, so dass die Struktur des alten Dorfes, wie sie heute noch ersichtlich ist, bereits 500 Jahre alt sein dürfte. Wohl haben Brände und Kriegsereignisse im Laufe der letzten Jahrhunderte unseren Ort oft schwer heimgesucht, aber die einzelnen Anwesen wurden an Ort und Stelle wieder aufgebaut. So wurde beispielsweise im Landshuter Erbfolgekrieg Ergolding gänzlich niedergebrannt. Der bayerische Geschichtsschreiber Veit Arnpeck berichtet darüber in seiner Chronik zum Jahre 1504: ”Als Herzog Albrecht aus der Wagenburg vor Landau aufbrach, zog er die Isar herauf bis nach Essenbach und schlug außerhalb des Dorfes, nicht weit von Altheim, seine Zelte auf, des Samstags nach Margaretentag. Von Stund an zogen sie von dort her in das Dorf Erblting und verbrannten dieses in den Grund.” - Auch im Dreißigjährigen Krieg, sicher die schrecklichste Zeit überhaupt für die Bewohner unseres Landes, wurden die Dörfer um Landshut mehrmals geplündert und verwüstet.

 

Nach dem 30-jährigen Krieg bis heute

 

Nach dem 30 jährigen hat sich das Dorf  etwas verändert.  Dann blieb das Dorf aber bis zur Verweltlichung der geistlichen Grundherrschaften 1803, bei der die kirchlichen Institute und Klöster aufgelöst und ihr Besitz an den Staat überschrieben wurde, ziemlich unverändert. Ergolding und Piflas wurden 1802 im Zuge der Neuorganisation der Verfassung des Bayerischen Staates gemeinsam ein Steuerbezirk. Zu dieser Zeit bestand Ergolding nur aus der heutigen Lindenstraße und einigen Seitenstraßen. Die Häuser in Piflas standen hauptsächlich an der heutigen Dekan-Simbürger-Straße, Johannisweg und Gustl-Waldaustraße.

 

1848 wurde der weltliche Grundbesitz abgeschafft. Die Besitzer der Anwesen wurden nun deren Eigentümer und konnten deshalb ihre Häuser und Grundstücke verkaufen, teilen oder vertauschen. In dieser Zeit wurden viele der alten Gehöfte geteilt oder abgebrochen.

 

Bis nach dem 2. Weltkrieg blieb der rein bäuerliche Charakter Ergoldings erhalten. In den Jahrzehnten danach erfolgte eine stürmische Entwicklung was die Einwohnerzahl und die wirtschaftliche Struktur der Gemeinde anbelangt. Die vielen Flüchtlinge und Heimatvertriebenen, die nach dem Krieg aufgenommen wurden und die ständigen Zuwanderungen aus der Umgebung in den Raum Landshut bewirkten in Ergolding eine rege Bau und Siedlungstätigkeit.

 

Ab 1962, nach der Bereitstellung der notwendigen Flächen, siedelten sich in Ergolding eine erhebliche Anzahl von Industrie- und Gewerbebetrieben an aber auch die Einwohnerzahl stieg immer weiter an.

 

1976 erhielt Ergolding dann die Bezeichnung „Markt“ vom Staatsministerium des Inneren verliehen. Die Markterhebung fand am 17. Juli 1976 statt und war in seiner bisherigen Geschichte, Ergoldings Höhepunkt. Am 28. Oktober 1971 wurde beschlossen, dass die Gemeinde Oberglaim auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Ergolding eingegliedert werden würde. Der Vertrag über die Eingliederung wurde im November 1971 abgeschlossen.

 

Quelle: Heimatbuch des Marktes Ergolding, November 1999

Das Heimatbuch des Marktes Ergolding ist beim Markt Ergolding für 13,00 € erhältlich.

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