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Kirchen und Pfarrhöfe

Peterskirche

In einer Urkunde aus dem Jahre 914 werden in Ergolding eine Kapelle und zwei weitere Kirchen erwähnt, die an das Kloster St. Emmeram in Regensburg gegeben werden. Bei den beiden genannten Kirchen dürfte es sich um die Peterskirche und die Frauenkirche handeln, deren hohes Alter damit erwiesen ist. Die erwähnte Kapelle ist dagegen nicht eine beliebige Wegkapelle, sondern eine zum Königsgut gehörige königliche Eigenkirche, die nur der König mit seinem Gefolge benützte, wenn er sich in Ergolding aufhielt. Die Kapelle wird in der Schenkung von 1007 an Bamberg nicht mehr erwähnt, da sie bei der Auflösung des Königsgutes ihre Bedeutung verloren hat.

 

Grossansicht in neuem Fenster: PeterskircheDie heutige Peterskirche wurde im 15. Jahrhundert neu erbaut durch die Landshuter Bauhütte, die anlässlich der Errichtung der St. Martinskirche im 14. Jahrhundert gegründet wurde und noch das ganze nächste Jahrhundert hindurch im weiten Umkreis tätig war. Der Bau gilt als die beste einschiffige Kirche der Landshuter Schule. Als ihr Meister wird der aus Landshut stammende Hans Lauffer angenommen, der auch am Bau der Martinskirche und anderen Kirchenbauten mitgewirkt haben soll. Die Kirche war mit wertvollen Wandgemälden und Einrichtungen ausgestattet. Die Malereinen wurden später übertüncht und erst anlässlich der beiden Innenrenovierungen 1952 und 1986 wieder teilweise freigelegt. Das Gotteshaus war ursprünglich stilvoll gotisch ausgestattet und später barockisiert worden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hat es eine neugotische Einrichtung erhalten. Bei der Renovierung Anfang der 50er Jahre wurde auf Empfehlung der Denkmalschützer, die von der neugotischen Ausstattung nichts hielten, der Hochalter „gesäubert“ und graugrün überstrichen, die Rahmen der Kreuzwegtafeln und die Seitenaltäre entfernte man ganz. Bei der letzten Renovierung 1985/86 erhielt der Hochaltar seine ursprüngliche Farbenpracht wieder zurück und auch die Kreuzwegbilder fasste man wieder in die alten kunstvoll gestalteten und neu renovierten Umrahmungen, die von der Familie Erber 1952 in Sicherheit gebracht worden waren. Außerdem erhielt der Chorraum einen wuchtigen steinernen Volksaltar. Im Zuge dieser Umgestaltungen bekam St. Peter eine Vorhalle im Westen und einen Anbau im Norden, in dem die Sakristei und ein Raum für die Ministranten untergebracht sind. Die an der Nordseite der Kirche früher vorhandene Kapelle mit der Lourdesgrotte und die alte Sakristei an der Südseite wurden abgebrochen und die Zugänge zur Kirche vermauert. Die Grotte mit der Muttergottesfigur steht jetzt in der Friedhofsecke.

 

Der Turm, der ursprünglich mit einer barocken Zwiebelhaube versehen war, wurde 1822 aufgestockt und mit einem spitzen Pyramidendach abgeschlossen. Aus früheren Zeiten stammen noch einige wertvolle Figuren: Ein segnender Christus (Evangeliumseite) und ein großes Kruzifix (Epistelseite). Wertvoll sind auch die Reliefbüsten von Gott Vater und Sohn auf Wolken über dem Sakristeieingang, der hl. Sebastian im hinteren Kirchenraum sowie die barocke Muttergottesstatue mit Jesuskind im Chorraum.

Bei der Renovierung der Peterskirche 1985 war auch das Landesamt für Denkmalpflege eingeschaltet. Es bestand nur im Chorbereich die Möglichkeit einer Sondage. Dort stieß man auf eine nordsüdlich verlaufende Quermauer, die ihrerseits einige Gräber schnitt. Diese Ziegelmauer ist sicher ein Relikt der Vorläuferkirche, von der bislang leider nicht mehr bekannt ist.

 

 

Die katholische Pfarrkirche Mariä Heimsuchung

Grossansicht in neuem Fenster: Pfarrkirche ErgoldingDie Frauenkirche, die heute Pfarrkirche ist, stammt aus dem 13. Jahrhundert. Möglicherweise hat sie der erste namentlich bekannte Pfarrer von Ergolding gebaut, Dekan Gotschalk (1265). In der Bausubstanz ist die Pfarrkirche spätromanisch und wurde später barock verändert und erweitert. Der Turm der Pfarrkirche datiert aus dem Jahre 1580. Diese Jahreszahl ist in einem Stein des Turmes eingeritzt. Zu dieser Zeit dürfte wohl auch die Sakristei und die dreijochige Arkade zwischen Turm und Sakristei erstellt worden sein.

Im 18. Jahrhundert erhielt die Pfarrkirche eine völlig neue Innenausstattung durch den berühmten Landshuter Bildhauer Christian Jorhan (1724-1804). Ein Glanzstück ist der Hochaltar, der eine alte Madonnenfigur aus den Jahren 1510-1520 birgt. Wertvolle Figuren: Auferstehungsfigur Christi, St. Anna, Kruzifix mit Mater dolorosa, Taufbecken, Grabsteine.

 

Von beiden Ergoldinger Kirchengebäuden wissen wir, dass sie im 19. und 20. Jahrhundert mehrfach renoviert wurden. 1960 erhielt die Pfarrkirche eine neue Orgel.

 

 

Pfarrhof in Ergolding

Bis 1665 waren die Pfarrrechte bei der Peterskirche und wurden dann auf die Frauenkirche übertragen. Daher wird früher bei der Peterskirche ein Pfarrhof bestanden haben. Man weiß aber nicht sicher, wo er war. Theo Herzog vermutete ihn beim Wiedenbauer Hs. Nr. 16. Matthäus Grespeck, bis zu seinem Tod 1583 Pfarrer in Ergolding, war ein Sohn des Wolfgang Grespeck Hs.Nr. 48 in Ergolding bei der Frauenkirche. Aus den überlieferten Akten über seinen ungewöhnlichen Tod muss man schließen, dass er bereits bei der Frauenkirche im unteren Dorf gewohnt hat, obwohl St. Peter noch Pfarrkirche war. Es lässt sich aber nicht feststellen, ob er im Hundsbauernhof Hs.Nr. 48, von welchem er stammte, oder bereits im Pfarrhof, den er zu bauen begonnen hatte, logiert hat. Sicher ist auf alle Fälle, dass der erste Pfarrhof bei der Frauenkirche um das Jahr 1580 gebaut wurde.

Bei einer Besichtigung dieses Pfarrhofes 1717 wird festgestellt, dass der alte Pfarrhof „Ganz verfault und vermodert und baufällig ist und ein Neubau unumgänglich ist“. 1720 wird anstelle des hölzernen Pfarrhofes ein neuer gemauerter Pfarrhof gebaut, der heute noch dem Pfarrer von Ergolding als Domizil dient. 1807 ließ Pfarrer Waltl dann auch einen Teil der alten Ökonomiegebäude abreißen und baute einen neuen Wirtschaftstrakt mit Wagenschupfe, Heuboden, Schweine- und Schafställen, Hühnerstall und Waschhaus. Eine Steinmauer friedete den ganzen Hofraum ein. Nach der Zerstörung des Pfarrstadels und des Kuhstalls durch Brandstiftung am 27.03.1887 wurden Stadel und Kuhstall 1889 neu aufgebaut. Pfarrer Kienberger hat die Landwirtschaft nicht mehr betreiben und wollte die Ökonomiegebäude abbrechen, was ihm aber zu teuer war. Seit 1902 sind die Felder verpachtet; die landwirtschaftlichen Nebengebäude stehen leer. 1904 wurde der Fohlenstall zum Waschhaus umgebaut. Vorübergehend war in den 20er und 30er Jahren im Pfarrstadel das Lager der Raiffeisengenossenschaft Ergolding untergebracht. Während des Krieges war er von der Wehrmacht (Fliegerhorts) belegt. Nach dem Einmarsch der Amerikaner 1945 diente das Gebäude kurzzeitig als Auffang- und Sammellager für deutsche Gefangene. Im Frühjahr 1946 beschlagnahmte die UNRRA (=Ausländerlager für im Krieg verschleppte Ostarbeiter) den Pfarrstadel mit Kuhstall zur Unterbringung von Pferden und benützte die Gebäude auch noch zu anderen Zwecken. Die noch vorhandenen Schupfen und der Schafstall wurden nach dem Krieg abgerissen. Pfarrer Pritscher baute 1955 den Pfarrstadel und das Stallgebäude zum ersten Kindergarten in Ergolding um. Unter großem Einsatz von freiwilligen Helferinnen und Helfern, besonders aus den Jugendgruppen, entstand in den nächsten Jahren im Dachraum über dem ehemaligen Stall ein Jugendheim mit einem großen Saal und zwei stattlichen Räumen, das 1959 eingeweiht werden konnte. In einem der Räume wurde die Pfarrbibliothek mit ca. 1.500 Bänden eingerichtet. Beim Bau des neuen Kindergartens und des Pfarrheims 1981 verschwanden diese letzten Gebäude der ehemaligen Pfarrökonomie.

 

 

Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Oberglaim

Grossansicht in neuem Fenster: Pfarrkirche OberglaimWann die erste Kirche in Oberglaim gebaut wurde, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Um 1230 wird der Ort Oberglaim „Unser Frauen Glaim“ genannt. Das deutet darauf hin, dass zu dieser Zeit schon eine Marienkirche vorhanden war. Über den Baustil dieser Kirche ist weiter nichts bekannt. Der gotische Taufstein und die gotische Muttergottes in der Oberglaimer Pfarrkirche dürften aber aus dieser Vorgängerkirche stammen.

 

Der Bau der heutigen Barockkirche wurde 1692 durch Pfarrer Michael Huber eingeleitet, nachdem vorher bei einer Baufallschätzung der „ruinöse Zustand“ des Kirchengebäudes vom Pflegegericht Rottenburg festgestellt worden war. Pfarrer Huber schrieb am 04.02.1693 an die Churfürstliche Regierung u. a., „…, dass die Khürche nur mit Schlaudern zusamb gehalten ist, im Tach allenthalben Regen mit gewalt ein ringet. Der Turm und Chor auch mit Handtpraitter Klufften offen und so schlecht bystret ist, daß ihm schir niemand mehr zu leithen getraut…“ Der Altbau musste bis zum Grund abgebrochen und das Gotteshaus neu aufgebaut werden. Am 20.08.1696 wird die neue Kirche als Mariä Himmelfahrtkirche geweiht.

 

Die Kirche ist ein eindrucksvoller und kunsthistorisch bedeutender Bau, dessen Raumbild durch reichen Stuck und exzellente Ausstattungsgegenstände, wie der aus hartem Eichenholz herausgeschnitzten Kanzel geprägt ist. Der Hochaltar stammt allerdings nicht mehr aus der Grundausstattung, 1891 wurde der barocke Hochaltar entfernt und durch den klassizistisch–neubarocken Altar ersetzt.

 

 

Pfarrhof in Oberglaim

Pfarrer Peter Steinhart stellte 1680 den Antrag zum Bau eines neuen Pfarrhofes anstelle des alten Holzbaues. Der Baubeginn erfolgte dann aber erst in der Amtszeit seines übernächsten Nachfolgers, des Pfarrers Michael Huber. Dieser entfaltete eine umfangreiche Bautätigkeit. Es wurden zugleich der Pfarrhof und die Kirche gebaut. Der Pfarrhofbau erstreckte sich von 1688 bis 1696. Anschließend (1699-1702) waren auch Baumaßnahmen an den Wirtschaftsgebäuden des Pfarrhofes notwendig.

 

1848 findet der neue Pfarrer Josef Schönberger bei der Besichtigung des Pfarrhofes Oberglaim die Stallungen in so verwahrlostem Zustand, dass „das Beziehen derselben für Mensch und Vieh als sehr gefahrvoll sich darstellte“. Sein Vorgänger ging als freiresignierter Pfarrer nach Pfeffenhausen und hatte anscheinend nichts mehr herrichten lassen. Wegen der vielen Verhandlungen mit den Behörden und des Ablebens von Pfarrer Schönberger 1851 zogen sich die Reparaturen, Umbauten und zum Teil Neubauten bis 1862 hin.

 

Bezirksbautechniker Ferdinand Ruland besichtigte anlässlich des Pfarrerwechsels am 20.02.1882 den Pfarrhof in Oberglaim. Sein Bericht: „Herr Pfarrer Past hat dem Zustande der Räumlichkeiten nach zu schließen in Wohnverhältnissen gelebt, wie man sie bei armem Leuten, aber nie bei einem Pfarrherrn suchen würde. Nur zwei Zimmer sind bewohnt, die übrigen vermodert, weil kaum einmal im Jahr gelüftet wurde“. So musste der Pfarrhof 1882 wieder renoviert werden.

 

Der letzte Pfarrer in Oberglaim, der die 76 Tagwerk große Landwirtschaft noch selbst bewirtschaftete, war Pfarrer Franz Xaver Schindlbeck. Ab 1917 sind dann die Felder verpachtet und die Ökonomiegebäude nicht mehr benützt. Im Zuge der Flurbereinigung wurde 1972/73 am Pfarrhof entlang eine ganz neue Straße in Richtung Weihenstephan angelegt. Vor dem Ausbau dieser Straße wurden alle Nebengebäude des Pfarrhofes bis auf den Pfarrstadel abgebrochen, weil sie zum Teil der neugeplanten Straßentrasse im Wege standen. Vorher führte der Weg zu den Feldern oberhalb der Kirche um den ganzen Friedhof herum. Nach Auflassung dieses alten Feldweges wurde auch der Friedhof erweitert.

 

 

Filialkirche Unterglaim

Grossansicht in neuem Fenster: Filialkirche UnterglaimDas Kirchlein in Unterglaim ist eine Nebenkirche der Pfarrei Oberglaim und dem hl. Pangraz geweiht. Der Ort Unterglaim wurde daher früher Pangrazenglaim genannt. Der spätgotische Kirchenbau stammt aus der Zeit um 1470. Der Turm ist in seiner massiven gotischen Bauweise noch älter als die Kirche. Er diente ehemals als Kerker und Verlies für die Ergoldinger Gerichtsbarkeit. Hier wurden die abgeurteilten Sträflinge bis zur Hinrichtung auf dem nahen Galgenberg verwahrt. 1774 erhielt der Turm, der ursprünglich ein Satteldach besaß, die Zweibelkuppel, die er heute noch trägt. Im 18. Jahrhundert erfährt die Kirche eine barocke Umgestaltung un den Anbau des einfacheren Langhauses mit Flachdecke. Einige Votivtafeln aus dem 18. Jahrhundert weisen auf frühere Wallfahrten hierher zum hl. Pangraz hin.

 

 

Filialkirche St. Johannes Piflas

Grossansicht in neuem Fenster: St. Johannes in PiflasPiflas gehörte früher pfarrlich zu St. Nikola in Lnadhsut und ab 1952 zur neu gegründeten Pfarrei St. Konrad. Bereits der erste Pfarrer von St. Konrad Johann Steinhauser erwarb 1969 ein 7.764 qm großes Grundstück an der Alten Regensburger Straße, um später darauf einmal eine Kirche und einen Kindergarten zu errichten. Als 1989 die Marktgemeinde Ergolding auf dem nördlichen Teil dieses Kirchengrundstückes einen zweizügigen Kindergarten mit Erweiterungsmöglichkeit errichtete, brach die Forderung nach einer eigenen Kirche in Piflas immer stärker hervor. Nach einer positiven Stellungnahme des bischöflichen Ordinariats in Regensburg zum Kirchenbau in Piflas beauftragte die Kirchenverwaltung am 04.01.1993 Architekt Josef Lorenz aus Regensburg mit der Planung. Am 07.04.1995 erfolgte der erste Spatenstich in festlichem Rahmen und am 08.07.1995 die Grundsteinlegung durch Generalvikar Dr. Wilhelm Gegenfurtner. Bischof Dr. Manfred Müller konnte am 21.09.1996 die Kirche mit 250 Sitzplätzen und ca. 100 Stehplätzen, den Versammlungsraum für 60-80 Personen und den Gruppenraum für 25 Personen einweihen. Eine Kostbarkeit dieser Kirche sind die Glasfenster von Siegen Köder. Die ganze Anlage fügt sich sehr harmonisch in seine Nachbarschaft ein. Seit 1978 ist der Nachfolger von Johann Steinhauser, Rudolf Schultes, Pfarrer in St. Konrad, Landshut.

 

 

Die evangelische Pfarrgemeinde Ergolding

Grossansicht in neuem Fenster: Evangelische KircheBis zum Ende des zweiten Weltkrieges lebten im ländlichen Raum um Landshut nur wenige evangelische Familien, die von der evang.-luth. Pfarrei Landshut betreut wurden. Erst 1944/45 kamen mit den Evakuierten und Flüchtlingen vor allem aus Schlesien und Ostpreußen auch viele evangelische Christen in den hiesigen Raum. Der selbst aus Schlesien stammende evangelische Pfarrer Karl Schneider sammelte bereits am 11. März 1945 die Gemeindemitglieder aus dem nordöstlichen Bereich der Landshuter Pfarrei zum ersten Sonntagsgottesdienst in der Salvatormundi-Kapelle in Mirskofen. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad betreute er bei jedem Wetter seine Gemeindemitglieder aus Altheim, Essenbach, Ahrain, Unterwattenbach, Martinshaun, Unterröhrnbach, Postau, Oberköllnbach, Wörth, Unholzing, Bayerbach, Hohenthann, Weihenstephan, Unterglaim und Ergolding.

 

Seit 1955 bildeten die Ortschaften Ohu, Ober- und Unterahrein, Essenbach, Altheim, Mirskofen, Petersglaim, Weihenstephan, Ober- und Unterwattenbach und Ergolding einen eigenen Seelsorgebezirk mit Sitz in Ergolding. 1972 wurde dann Ergolding in eine Pfarrstelle des Evang.-Luth. Stadtvikariats Landshut umgewandelt. Seit 01.01.1987 ist Ergolding eine selbständige Pfarrei mit eigenem Pfarramt.

Durch das Entgegenkommen der katholischen Schwestergemeinden wurden die evangelischen Gottesdienste anfangs regelmäßig in der Ergoldinger und Altheimer Pfarrkriche abgehalten. Im März 1969 begann man mit dem Bau eines evangelischen Gemeindezentrums am heutigen Martin-Luther-Platz in Ergolding. Die Planung umfasste insgesamt vier Gebäude: das Gemeindehaus, die Kirche mit Glockenturm, das Pfarrhaus und den Kindergarten. Die Einweihung des Gemeindehauses erfolgte noch im Dezember 1969. Als nächsten Bauabschnitt nahm man 1974 den Kindergartenbau in Angriff; im Dezember 1975 konnte der zweigruppige Kindergarten, der nach Pfarrer Johann Friedrich Oberlin benannt wurde, feierlich in Betrieb genommen werden. Für den geplanten Kirchen- und Pfarrhausbau und der Erweiterung der Gemeinderäume fand im Frühjahr 1987 ein Architektenwettbewerb statt. Gewinner des ersten Preises war Dipl.-Ing. Willi Zeilhofer, Architekt in Landshut, mit einem etwas eigenwilligen, aber doch gelungenen Entwurf. Am 29.11.1988 erfolgte die Grundsteinlegung und am 17.12.1989 konnte die Pauluskirche und das Pauluszentrum feierlich eingeweiht werden.

 

 

 

 

 

Quelle: Heimatbuch des Marktes Ergolding, November 1999

Das Heimatbuch des Marktes Ergolding ist beim Markt Ergolding für 13,00 € erhältlich.

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