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Eine Klimavision für Ergolding

Ansprechpartner

Herr Kuntscher

Klimaschutz

0871 / 76 03 - 47

0871 / 76 03 - 33

kuntscher@ergolding.de

Zimmer: 1.14

Nebengebäude / OG

Nachdem nun die Förderung eines eigenen Klimaschutzkonzepts für den Markt Ergolding genehmigt wurde, wird nun ein Ingenieurbüro mit der Bearbeitung beauftragt und in den kommenden Monaten das Konzept erstellt. Dies nahmen die Klimaaktivisten der Vereinigung „Landshut muss handeln“ zum Anlass und überreichten als erste Kommune im Landkreis Landshut Bürgermeister Andreas Strauß und Klimaschutzmanager Thomas Kuntscher Ergoldings eigene „Klimavision“. Bei einem gemeinsamen Gespräch, zu dem Bürgermeister Strauß die Vertreter der Initiative ins Rathaus einlud, war man sich einig, dass es spannend sein wird, inwieweit sich die Berechnungen der „Klimavision“ von German Zero mit dem offiziellen Klimaschutzkonzept decken.

 

Ein erster Blick in das Dokument zeigt, dass große Herausforderungen auf die Gemeinde zukommen: 640 Millionen Euro, prognostiziert die „Klimavision“, wird Ergolding – also Gemeinde, Bürger und Gewerbe – in den nächsten zehn Jahren gemeinsam investieren müssen, um den Ort für die Veränderungen durch die Klimaerwärmung zu rüsten. Dies stellt auch den Markt Ergolding vor eine große Herausforderung. Für Überraschung sorgte ein weiterer Wert: Die 670 Millionen Euro, die anfallen würden, wenn Ergolding keine weiteren Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreift. „Diese Zahlen habe ich bisher so noch nicht gesehen“, berichtet der Bürgermeister, „Es zeigt allerdings, dass sich eine  Klima-Prophylaxe‘ durchaus rechnet“.

 

Innerhalb der Gemeinde gibt es dabei zwei wichtige Gruppen, die maßgeblich am Erfolg des Weges hin zur Klimaneutralität beteiligt sind: Zum einen sind dies die mittlerweile knapp 6.500 Haushalte Ergoldings und zum anderen die ansässigen Industrie-Unternehmen, die als große CO2-Emittierer bei Maßnahmen und  Finanzierung klar in die Pflicht genommen werden müssen. Um sicher zu stellen, dass die Gemeinde und die Firmen an einem Strang ziehen, pflegt Bürgermeister Strauß eine enge und regelmäßige Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Industrie.

 

Eine noch diffizilere Aufgabe, die viel Kreativität und Einfühlungsvermögen voraussetzt, erwartet Strauß und Kuntscher
dabei, die Bürgerschaft auf dem Weg in die Klimaneutralität mitzunehmen. „Die Erfahrung zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger am Einfachsten zu Energiesparmaßnahmen zu bewegen sind, wenn es sich für sie rechnet.  Deshalb überlegen wir permanent, wo sich Anreize schaffen lassen“, betont der Bürgermeister. Mit dieser Gewissheit hat sich die Gemeinde Ergolding in den letzten Jahren ohnehin  schon als wahres Förderprogramm-Vorbild auch über den Landkreis Landshut hinaus hervorgetan. Die Bürger haben eine große Auswahl, angefangen bei Förderungen für PV-Anlagen und Gebäudedämmungen bis hin zum Zuschuss für E-Bikes. „Wir wurden von anderen Gemeinden dafür anfangs nicht ganz ernst genommen und schräg angeguckt. Aber jetzt ziehen viele nach. Das freut uns natürlich“, erzählt Kuntscher.

 

Neben diesem finanziellen Ansporn setzt der Bürgermeister auf Bürgerbeteiligung als Überzeugungsargument. Denn wer kennt  Ergolding am längsten und am besten? – Ganz klar, Ergoldings Bürger. So ist bei der Erstellung des Klimaschutzkonzepts fest eingeplant, zuerst mit den Bürgern zusammen Ideen zu sammeln, wie und welche Maßnahmen zur Gemeinde passen. Darauf aufbauend werden in Bürger-Workshops Lösungen erarbeitet.

 

Text: Evi Hierlmeier

Bild von rechts nach links: Klimaschutzmanager Thomas Kuntscher, Prof. Dr. Faber, Annette Theißen, Bürgermeister Andreas Strauß, Evi Hierlmeier.

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