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Umwelt

Klimaschutzprojekte

Der Markt Ergolding engagiert sich großzügig für den Klima- und Naturschutz. Auf den folgenden Seiten können Sie sich umfassend zu diesen Themen informieren.

Klimabündnis

Seit April 2016 ist der Markt Ergolding Mitglied im Klimabündnis. Aktuell gehören der Organisation über 1.800 Städte, Gemeinden, Landkreise, Bundesländer, Provinzen und Nichtregierungsorganisationen aus 27 europäischen Ländern dem Bündnis an. Ziel und Verpflichtung der Mitglieder ist der Klimaschutz, v.a. die Reduktion von Treibhausgasen.

Das Klimabündnis berät Städte und Gemeinden bei der Umsetzung von Klimaschutzstrategien und entwickelt hierzu eigene Werkzeuge zur einheitlichen Erfassung des Energieverbrauchs und des CO2-Verbrauchs. Mithilfe dieser Werkzeuge können sich die Gemeinden und Städte auch untereinander vergleichen. Die Einführung einer CO2-Bilanzierung ist eine Maßnahmenempfehlung aus dem Energienutzungsplan. Außerdem beteiligt sich das Klima-Bündnis an Projekten und bietet Kampagnen an, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten. Neben den eigenen Aktivitäten ist das Klima-Bündnis Partner weiterer Kampagnen und tritt darüber hinaus auch politisch in Aktion. Auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene setzt es sich für die Anliegen der im Klimaschutz engagierten europäischen Städte und Gemeinden ein und unterstützt die Organisationen indigener Völker. Auch bei der Beantragung von EU-Fördermitteln berät das Klimabündnis seine Mitglieder.

Energienutzungsplan

Im Jahr 2014 erstellte das Institut f. Systemische Energieberatung GmbH an der Hochschule Landshut in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro PGA einen individuellen Energienutzungsplan (ENP) für den Markt Ergolding. Dessen Ziel ist die zukünftige koordinierte, strukturierte und systematische Förderung der Energiewende im Markt sowie die Verankerung konkreter energiepolitischer Ziele.

Seitdem hat der Markt Ergolding viel erreicht. Die im Rahmen des Energienutzungsplanes und darüber hinaus umgesetzten Maßnahmen sind nachfolgend stichpunktartig und in Kurzfassung aufgeführt: ENP erreichte Ziele (Stand 12-2021)

Erneuerbare Energien

Der Markt Ergolding ist bestrebt, seine eigenen Liegenschaften möglichst energiesparend und mit niedrigem CO2-Verbrauch zu betreiben. Ältere Liegenschaften werden darum konsequent saniert und erneuerbaren Energien werden nach Möglichkeit genutzt. Der Markt Ergolding bezieht für alle seine Gebäude und Anlagen, inklusive der Straßenbeleuchtung, seit 2017 Ökostrom.

 

Bauhof
Alle Gebäude des Bauhofes in der Ergoldsbacher Straße sind mit Photovoltaikanlagen bestückt. Die Dachflächen wurden dabei verpachtet. Beheizt wird die Anlage mit einer Hackschnitzelheizung. Auch hier kommt vor allem Grün- und Baumschnitt aus den gemeindeeigenen Anlagen zum Einsatz.

 

Bürgerhaus
Auf dem Dach des Bürgersaals befindet sich eine Photovoltaikanlage mit 17 kW maximaler Leistung.

 

Feuerwehrgerätehaus Piflas
Auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses produziert seit dem Jahr 2000 eine 4 kWp-Photovoltaikanlage Sonnenstrom. Nach dem Auslaufen der EEG-Förderung wurde die Anlage 2022 auf Eigenverbrauch umgestellt. Seither nutzt das Feuerwehrhaus Piflas vorrangig den selbst produzierten Strom und bezieht nur dann elektrische Energie aus dem Netz, wenn die Sonnenenergie nicht bzw. nicht ausreichend vorhanden ist.

 

Grund- und Mittelschule Ergolding
Die Grund- und Mittelschule Ergolding wurde im Jahr 2013 umfassend saniert und erweitert. Teil der Sanierung war eine nachträgliche Fassadendämmung und der Einbau energiesparender Fenster. Die Beleuchtung und Belüftung der einzelnen Räume wurden zum Teil automatisiert.

Die gesamte Grund- und Mittelschule wird durch eine Hackschnitzelheizung beheizt. Als Brennstoff kommt zum Teil Grünschnitt aus dem Gemeindegebiet zum Einsatz, welches in den gemeindlichen Anlagen anfällt. Dadurch wird die CO2-Bilanz der Heizung nochmals verbessert, da Transportwege entfallen.

Auf den Dächern der Grund- und Hauptschultrakte befindet sich seit 2013 eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 73 kWp. Ungefähr die Hälfte des dort produzierten Stroms wird direkt im Gebäude verbraucht.

Anlagensteckbrief und Ertragsdaten

 


Grundschule Piflas
Bereits seit 2005 läuft die PV – Anlage auf dem Dach der Grundschule in Piflas. Gebaut und zunächst betrieben wurde sie von den Stadtwerken Landshut. Im Jahr 2018 hat sich der Markt Ergolding entschieden, die PV – Anlage mit 11 kWp zu übernehmen und selbst zu betreiben. Neben der gemeindeeigenen Anlage sind weitere Dachflächen der Grundschule für die Stromerzeugung verpachtet.weiterlesen

Modernisierung der Straßenbeleuchtung

Je nach Beleuchtungsprogramm brennen knapp 2.000 Ergoldinger Straßenlaternen über 4.000 Stunden im Jahr – und machen damit 2/3 des gemeindlichen Stromverbrauchs aus. 2016 waren das über 1 Million Kilowattstunden. Diese Stromkosten belasteten den gemeindlichen Haushalt bisher mit ca. 210.000 € pro Jahr.

Teil 1
Mittels Umrüstung auf sparsame LED-Technik seit dem Jahr 2018 konnten große Stromeinsparungen erzielt werden. Knapp 1.300 Straßenlaternen wurden modernisiert. Unter anderem wurden auch Kabelübergangskästen der Lichtmasten erneuert und mit einem Überspannungsschutz nachgerüstet. Der jährliche Stromverbrauch lässt sich auf diese Weise um knapp 600.000 kWh reduzieren und 340 Tonnen CO2 jedes Jahr einsparen.

  • Investition des Marktes Ergolding für die Umrüstung der ersten 1.100 Brennstellen auf LED: rund 1,3 Millionen Euro
  • Fördermittel der Nationalen Klimaschutzinitiative*: ca. 300.000 Euro

Da gleichzeitig aber nach der Umrüstung jedes Jahr ca. 100.000 € Betriebskosten eingespart werden können, werden sich die Investitionskosten nach etwa neun Jahren amortisieren.

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Energieeffizientes Wohnen

Der Markt Ergolding fördert die Nutzung von erneuerbaren Energien, die energetische Sanierung von Altbauten, sowie die Verwendung von nachhaltigen Baustoffen in Alt- und Neubauten. Hierfür wurde ein eigenes, leicht verständliches Förderprogramm aufgelegt, das die bestehenden Fördermöglichkeiten von Bund und Freistaat ergänzt.

 

Folgende Maßnahmen werden gefördert:

 

  1. Thermischen Solaranlagen: 1.000 – 1.500 € je nach Heizsystem
  2. Photovoltaikanlagen: 250 – 550 € je nach Verwendung des produzierten Stroms
  3. Batteriespeicher für PV-Anlagen: 500 €
  4. Wärmepumpen: 500 – 1.500 € je nach Art und Effizienz
  5. Heizanlagen mit erneuerbaren Brennstoffen: 250 – 1.000 € je nach System
  6. Kraftwärmekopplungsanlagen: 1.000 €
  7. Energetische Sanierung von Altbauten: 500 – 4.000 € je nach Umfang
  8. Verwendung von nachhaltigen Baustoffen (z.B. Holz oder Holzwerkstoffe) in Neubauten oder bei der Sanierung von Altbauten: 250 – 1.000 € je nach Umfang

 

Der Antrag muss vor Maßnahmenbeginn gestellt werden. Doppelförderungen mit anderen öffentlichen Förderprogrammen sind ausdrücklich zugelassen. Wenn Sie unsicher sind, welche Maßnahmen sich für Sie lohnen bzw. anbieten könnten, nutzen Sie die „Aufsuchende Energieberatung“ des Marktes zusammen mit der LandshuterEnergieAgentur (LEA).

 

Energieberatung für Zuhause

Zusammen mit der LandshuterEnergieAgentur bietet der Markt Ergolding eine „Aufsuchende Energieberatung“ an. Zu einem vereinbarten Termin kommt ein Energieberater in Ihre Wohnung oder Ihr Haus in Ergolding und zeigt Einspar- und Sanierungspotenziale auf. Nach dem Ortstermin erhalten Sie dann einen schriftlichen Bericht, mit dem Sie die identifizierten Schwachstellen angehen können. Die aufsuchende Energieberatung ist eine Initialberatung und ersetzt nicht ein ausführliches Gutachten, welches zum Beispiel für einen KfW-Antrag nötig ist oder zur Erstellung eines Energieausweises.

Sie können selbst den Umfang und den Schwerpunkt der Beratung bestimmen. Hiernach berechnen sich auch die Kosten, welche zum Großteil vom Markt Ergolding übernommen werden. Inhaber des Sozialpasses sind von allen Kosten befreit.

 

Umfang der Beratung Ihr Kostenanteil
1.       Stromsparen und Heizverhalten 10 €
2.       Gebäudehülle und Heizungsanlage 20 €
3.       Umfangreiche Beratung, bestehend aus 1. und 2. 30 €

 

Energiespartipps

Energie sparen bei der Beleuchtung

Wo brennen bei Ihnen noch Glühbirnen oder Halogen-Strahler? Vor allem bei Lampen, die viele Stunden am Tag brennen, lohnt sich ein Umstieg auf LED schnell. Eine 60-Watt-Glühbirne kann ohne Helligkeitsverlust mit einer 6- bis 13-Watt-LED ersetzt werden. Dabei halten die LEDs auch noch länger: statt 1.000 h (Glühbirne) brennen diese bis zu 15.000 h! Achten Sie dabei auf die Lichtfarbe, gemessen in Kelvin (K). Warmweißes Licht wie von einer Glühbirne hat 2500 – 3000 K, weiße Lampen mit 4000 K oder höher sollten vor allem in Büros verwendet werden.

 

Richtig lüften hilft gegen Schimmel – und das nicht nur im Winter

Kalte Luft kann wenig Luftfeuchtigkeit aufnehmen, warme Luft hingegen mehr Wasser speichern. Daher kondensiert die Luftfeuchtigkeit immer dann zu Wassertropfen aus, wenn sich die Luft abkühlt und die relative Luftfeuchtigkeit 100 % erreicht. Das passiert in Häusern vor allem an den kältesten Stellen der Innenwände und an den Fensterscheiben. Während man dies am Fenster ganz einfach mit einem Lappen beheben kann, ist auskondensierte Luftfeuchtigkeit an der Innenwand problematischer. Diese Tipps helfen bei der Vermeidung von Schimmel:

  • Halten Sie die kältesten Wände und Raumecken frei von schweren Möbeln und Vorhängen. Dies sind in der Regel die Nord-Außenwände und Wände zu unbeheizten Treppenhäusern. Besonders Kleiderschränke sollten an Innenwänden stehen.
  • Lüften Sie nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen durch „Stoßlüften“ mit weit geöffnetem Fenster für jeweils 10 Minuten. Besonders effektiv ist Querlüften mit geöffneten, gegenüberliegenden Fenstern und Türen. Wenn Sie nur ein Fenster öffnen (v.a. beim Lüften von Bad und Küche), sollte die Zimmertür hingegen geschlossen bleiben. Auch wenig genutzte Räume sollten regelmäßig gelüftet werden.
  • Lüften Sie das Bad direkt nach dem Duschen und die Küche nach dem Kochen. So kann sich die erhöhte Luftfeuchtigkeit nicht in der Wohnung verteilen. Wenn diese Räume keine Fenster aufweisen, nutzen Sie eine Lüftung!
  • Drehen Sie die Heizkörper während des Lüftens immer ab und nach dem Lüften wieder auf.
  • Gekippte Fenster verschwenden viel Heizenergie, lüften Sie lieber mehrmals täglich durch Stoßlüften. Durch dauerhaft gekippte Fenster kühlen sich außerdem die Zimmerwände oft stark ab, so dass erst recht Schimmelgefahr entsteht!
  • Zimmerpflanzen geben genau wie Mensch und Tier über den Tag viel Feuchtigkeit an die Luft ab. Bei vielen Pflanzen in der Wohnung sollten Sie besonders gründlich lüften.
  • Wir Menschen haben keine Sinnesorgane für die Luftfeuchtigkeit. In sensiblen Räumen wie Bad und Schlafzimmer hilft daher ein „Hygrometer“, das die Luftfeuchtigkeit zusammen mit der Temperatur anzeigt. Bei Minusgraden im Winter sollte der Wert über längere Zeit nicht mehr als 45 % betragen. In Souterrainwohnungen sollte der Wert auch im Sommer 60 % nicht dauerhaft überschreiten. Hygrometer sollten nicht direkt an einem Fenster, über der Heizung, in direktem Sonnenlicht oder hinter einem Vorhang befestigt werden.

Feuchtigkeitsproduktion pro Tag (Quelle: dena):

  • Menschlicher Körper 1,0 – 1,5 l
  • Kochen 0,5 – 1,5 l
  • Duschen / Baden pro Person 0,5 – 1,0 l
  • Wäschetrocknen (4,5 kg):
    • geschleudert 1,0 – 1,5 l
    • tropfnass 2,0 – 3,5 l
  • Zimmerpflanzen 0,5 – 1,0l

Sparsame Haushaltsgeräte

In der aktualisierten Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2022“  finden sich aktuelle und insbesondere sparsame Kühl- und Gefrierschränke, Wasch- und Spülmaschinen, sowie Wäschetrockner mit der jeweiligen Angabe des Strom- und Wasserverbrauchs. Diese Verbraucherinformation enthält zudem weitere Tipps zur Anschaffung und zum sparsamen Betrieb von Haushaltsgroßgeräten. Über die Geräteliste können Sie herausfinden, welche Betriebskosten beispielsweise ein Gerät mit Effizienzklasse A und eines mit Effizienzklasse B nach der neuen Klassifikation aus dem März 2021 hat. Auf die Lebensdauer eines Gerätes bezogen kann es sich schnell lohnen, auf ein Produkt zurückzugreifen, das vielleicht in der Anschaffung teurer ist, diesen Nachteil bei den Betriebskosten aber mehr als wieder ausgleicht. Der Effekt verstärkt sich vor allem aufgrund der aktuell steigenden Stromkosten.

Die Broschüre können Sie nachfolgend herunterladen. Sie liegt aber auch in gedruckter Form im Rathausfoyer sowie in der Bücherei aus.

Alle Informationen der Broschüre sowie die unterjährigen Aktualisierungen finden Sie unter: www.spargeraete.de

Verleih von Strommessgeräten

Sie wundern sich, dass Ihre Stromrechnung so hoch ist?

Vielleicht haben Sie schon einen Verdacht, welcher Verbraucher es sein könnte und wollen Klarheit?

Wie teuer ist der Standbybetrieb des Fernsehers wirklich?

Für die Klärung dieser Fragen verleiht der Markt Ergolding einfach zu bedienende Strommessgeräte. Sie können die Geräte in der Gemeindebücherei oder im Rathaus kostenlos bis zu drei Wochen ausleihen und müssen dazu lediglich 20,00 € Pfand hinterlegen.

Mit nachfolgender Tabelle können Sie leicht die Kosten durch die gemessenen Stromverbräuche ausrechnen.

Energiewerkstatt Schule

Was ist der Treibhauseffekt? Warum ist Wärmedämmung wichtig? Welche Energieformen gibt es und warum ist Erdöl im Gegensatz zur Sonnenenergie irgendwann aufgebraucht? Diese Themen bringen Mitarbeiter der LandshuterEnergieAgentur (LEA) jeweils den dritten Klassen der Ergoldinger Grundschulen näher. Die Kinder werden dabei in 6 Schulstunden an die auch für Erwachsenen recht komplexen Themen Energiesparen und Erneuerbare Energien mit vielen Experimenten zum Ausprobieren und Spielen herangeführt. Am letzten Projekttag erhalten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Schule eine Urkunde.

Nach einer initialen Förderung durch den Landkreis Landshut und Sponsoren aus der lokalen Wirtschaft übernimmt seit 2017 der Markt Ergolding die Kosten für die regelmäßige Durchführung der Energiewerkstatt.

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