45,6 Millionen Euro für 3+1-Turnhalle
Der Markt Ergolding plant zusammen mit dem Landkreis Landshut eine neue Mehrweckhalle an der Sportplatzstraße. Dabei sollen auch Räume für die angrenzende Realschule des Landkreises, für die Volkshochschule, den Hort und den Schützenverein Adlerhorst entstehen. Die bisherige Halle muss weichen – bis Ende 2030, deutlich später als geplant, soll der Neubau fertig sein.
Vorgesehen ist ein zwölf Meter hohes Gebäude mit vier Stockwerken, welches direkt an die bestehende Realschule angebunden sein wird. Es sollen vier Halleneinheiten entstehen, eine davon ist baulich getrennt, deshalb die Bezeichnung 3+1-Turnhalle. Im Untergeschoss erhalten die Adlerhorstschützen einen Schützenstand. Alle Etagen enthalten Flächen für die Realschule; im Erd- und ersten Obergeschoss sind Räumlichkeiten für die Volkshochschule eingeplant. Zusatzräume für den bestehenden Hort im benachbarten Mehrzweckgebäude finden im zweiten Obergeschoss der neuen Halle Platz.
Der geplante Abriss der bestehenden Halle verzögert sich – die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2027 starten. Grund hierfür ist ein neues Bundesförderprogramm, wodurch der Markt Ergolding eine nicht unerhebliche Fördersumme erhalten kann. Der Zeitablauf des Förderverfahrens vom Bund kollidiert mit den Bauplanungen des Marktes Ergolding. „Um von den Fördergeldern profitieren zu können, nehmen wir den Zeitverzug in Kauf“, sagt Bürgermeister Andreas Strauß.
Bei einer Grobkostenschätzung für das Projekt in Höhe von etwa 45,6 Millionen Euro ist es das Warten wert – so auch die einstimmige Meinung aus dem Marktgemeinderat. Der Markt Ergolding und der Landkreis Landshut teilen sich die Kosten. Der Anteil für den Markt Ergolding liegt voraussichtlich bei etwa 24,7 Millionen Euro; auf den Landkreis kommen ca. 20,8 Millionen Euro zu. Neben dem Bundeförderprogramm reduzieren weitere staatliche Zuschüsse die tatsächlichen Kosten, die der Markt bzw. der Landkreis aufzubringen haben.
Der Abriss wäre – nach Förderzusage seitens des Bundes – frühestens im Herbst 2026 möglich. Günter Deller aus dem Hochbauamt des Marktes Ergolding erklärt: „Ein Neubau im Winter ist nicht realistisch, weshalb wir den Abriss auf Frühjahr 2027 verschieben, damit Schulen und Vereine die Halle in den Wintermonaten noch weiter nutzen können.“ Die Ergoldinger Schüler kommen während der Bauzeit voraussichtlich in der Essenbacher Turnhalle unter.




